Wenn man schon einen Blog über Philips Hue betreibt, da bleibt es natürlich nicht aus, dass Freunde und Bekannte den ein oder anderen Rat bei einem suchen. So auch ein guter Freund, der im Garten mittlerweile eine Fülle an Hue Outdoor Produkten hat, eine Hue Calla zuletzt aber leichte Ausfallerscheinungen aufwies.
Schon beim Entgegennehmen der Hue Calla fiel mir das deutlich schwere Gewicht auf, denn ich selbst habe auch mehrere Callas bei mir im Garten stehen und schwer sind die eigentlich nicht. Witzigerweise ist dies meinem Freund gar nicht aufgefallen, viel dabei gedacht habe ich mir zuerst aber nicht. Die Problembeschreibung hatte auch überhaupt gar nicht dazu gepasst:
„Die Hue Calla hat leider einen Wackelkontakt. Das Problem scheint direkt am Anschluss zu sitzen. Man kann sie meistens durch kurzes Bewegen in eine Position bringen, in der sie dann ganz normal und stabil läuft. Wenn sie danach nicht mehr bewegt wird, bleibt sie auch an.“
Also habe ich die Calla erstmal an mein Hue Outdoornetzteil angeschlossen und konnte keinen Wackelkontakt feststellen. Dennoch wollte ich einmal unter die untere Abdeckung schauen, denn schon beim bloßen Blick ist mir die große Menge Erde aufgefallen. Zudem gab es kleine Gänge, welch Überraschung mir blühte, wusste ich zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht.
Also kurzerhand einen passenden Schraubendreher geholt und die drei Schrauben an der Seite entfernt. Was ich dann zu Gesicht bekam, hatte mich einerseits erschrocken, aber gleichzeitig auch wieder verblüfft. Die gesamte Hue Calla war vom Boden bis zur oberen Metallabdeckung mit Erde befüllt. Aufgefallen sind mir dann auch noch kleine Gänge, die sich durch die Erde schlängelten. Der große Erdhaufen sagt wohl alles aus.
Belüftungslöcher als Konstruktionsfehler?
Noch während ich mir die Erde genauer anschaute, schoss es mir zeitgleich in den Kopf, denn das gleiche Problem hatte ich bereits schon mal gesehen. Nicht nur die Hue Calla, sondern auch die Impress und andere Hue Outdoor Produkte werden nicht nur von uns Menschen, sondern auch von Ameisen geliebt. Der trockene und durch die LED-Platine leicht erwärmte Hohlraum wird wohl gerne als idealer Nestplatz gesehen.
Doch wie kommen die Ameisen überhaupt dort rein? Im Auslieferungszustand gibt es auf der Unterseite gleich mehrere Öffnungen. Je nach Modell und Revision kann dies teilweise auch nur ein winziges kleines Loch sein, in der Regel sind jedoch mehrere vorhanden. Dies wurde auch der Hue Calla meines Freundes zum Verhängnis, denn einmal durch Ameisen mit Erde befüllt, kann Feuchtigkeit nicht richtig trocknen und es kommt zu Schäden.
Den Wackelkontakt suche ich übrigens noch bis heute, bei mir gab es dahingehend überhaupt keine Probleme. Im Test ist mir dann aber doch noch ein Problem aufgefallen, welches je nach Vorliebe schwer oder minder schwer ins Gewicht fällt: Die Hue Calla kann keinen gelben und grünen Farbton wiedergeben – vermutlich irgendwas mit der Platine. Die Hue Calla hat mein Freund mit dem Hinweis zurück, ab und zu Mal drunter zu schauen. Fairerweise muss man ergänzen, dass solche Fälle extremst selten sind.


