Anfang Mai hatte Nanoleaf noch einen relativ langen Blogartikel zur zukünftigen Firmenausrichtung veröffentlicht. Schon damals war die Richtung klar: weiterhin Leuchtmittel, aber auch eine starke Ausweitung auf KI-Features, Robotik und Wellness. Da wirkt die Bekanntgabe von gestern gar nicht mehr so spektakulär.
Wie die SwitchBot-Mutter OneRobotics mit Hauptsitz in Shenzhen bekanntgegeben hat, wurde Nanoleaf für rund 40 Millionen US-Dollar übernommen. SwitchBot ist vor allem durch seinen smarten SwitchBot Bot, Saugroboter und diverses Zubehör bekannt. Nanoleaf hingegen kennt ihr vermutlich alle durch seine LED-Panels in verschiedenen Formen und Varianten.
Gerade Nanoleaf hatte zuletzt aber kaum bis gar keine großen Innovationen mehr und hat sich vermehrt auf die Integration von Matter und Thread in seine Produkte konzentriert. Ziel der Übernahme ist somit nicht nur der Ausbau des Lichtsegments, sondern vor allem der schnelle Zugang zu Nanoleafs bereits entwickelten Technologien in genau diesem Bereich. So soll das eigene Ökosystem schnellstmöglich gestärkt werden, ohne große Zeitverluste oder zusätzliche Investitionen.
Finanziell gilt der Deal als opportunistischer Zukauf: Nanoleaf hatte zwar stabile Umsätze, war aber nicht stark profitabel und konnte mit größeren Wettbewerbern wie Philips Hue oder Govee nur schwer mithalten. Dadurch wurde Nanoleaf zu einem vergleichsweise günstigen Preis übernommen, während die Gründer weiterhin an Bord bleiben und die Marke weiterführen sollen.
Generell eine gute Sache, aber SwitchBot ist bei mir persönlich noch nicht wirklich angekommen. Das Einzige, was ich mal genutzt habe, waren einige Leuchtmittel und der SwitchBot Bot. Über die App kann man dann den Schalter auslösen und nicht smarte Schalter entsprechend in sein Smart Home integrieren. Ich bin gespannt, was die Übernahme entsprechend für beide Firmen bedeutet.

