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Was die Hersteller selbst für nicht notwendig halten oder sich auf Grund der geringen Nachfrage nicht lohnt, bleibt vermutlich für immer im Ordner abgeheftet. Eigentlich schade, denn oftmals werden geniale Ideen, somit gar nicht erst umgesetzt.

Seit einiger Zeit beobachte ich daher einen Trend, der immer weiter Zuwachs bekommt. Schon vor der Corona Krise war der 3D-Druck das am meisten wachsende Geschäftsfeld und durch die kleinen und handlichen 3D-Drucker für Zuhause, kann mittlerweile jeder seine Ideen innerhalb weniger Stunden ausdrucken.blankDie 3D Community existiert nicht erst seit heute, sondern schon eine lange Zeit. Wer daher auf der Suche nach Vorlagen ist, kommt nicht an Thingiverse vorbei und ich schaue dort auch eigentlich fast täglich rein. So bin ich auf den Philips Hue Smart Button Steckdoseneinsatz von Michael Lor (Lorryweb) gestoßen, wovon ich immer noch so begeistert bin, dass ich ihn euch einfach vorstellen muss.

Nach dem Download wird die .stl Datei mit einem Slicer-Programm wie Ultimaker Cura 3D für den Druck vorbereitet und auf einer SD-Karte gespeichert. Hört sich kinderleicht an und ist es auch. Es muss nur einmal der entsprechende Drucker im Programm eingestellt werden und schon könnt ihr jede beliebige Datei in ein druckfähiges Format umwandeln.blankWährend der Vorbereitung empfiehlt es sich, den Drucker bereits mit dem Befehl „PREHEAT“ aufheizen zu lassen. Sobald die SD-Karte eingesteckt ist, kann es dann auch direkt losgehen. Der Druck hat bei mir knapp 1 Stunde und 19 Minuten gedauert und der Filament-Verbrauch wird mit 11g bzw. 3.67 Meter angegeben.

Der Philips Hue Smart Button Steckdoseneinsatz ist zwar Robust, aber dennoch fein gearbeitet. Daher habe ich die Druckgeschwindig von 100% auf 85% gesenkt. Somit wird sichergestellt, dass die ersten Layer ordentlich an der Druckplatte haften und auch im späteren Druck, keine Schlieren entstehen.

blankNachdem Druck solltet ihr noch kurz abwarten, damit sich das Druckbett abkühlen kann und erst dann wird der fertig gedruckte Hue Smart Button Steckdoseneinsatz abgenommen. Auf den Bildern seht ihr an den Einkerbungen noch den „Support“. Dieser wird anschließend mit einem Schraubendreher herausgebrochen und schon kann der Steckdoseneinsatz genutzt werden.blankDamit der Smart Button auch an der Halterung hält, müsst ihr das mitgelieferte Magnet-Klebepad in die Mitte kleben. Dank dieser Halterung könnt ihr den Smart Button auch jederzeit abnehmen und zum Beispiel auf den Tisch oder den Nachttisch legen. Ich hatte noch einen Smart Button zu Hause, den man aber auch relativ schnell bei Amazon für nur 24,94€ nach Hause bekommt.

Ich persönlich finde diese Idee einfach nur genial und habe direkt an meine Doppelsteckdose in der Küche gedacht. Diese ist generell nur mit einer Mehrfachsteckdose belegt und die zweite Steckdose eignet sich daher perfekt für den Steckdoseneinsatz. Somit hab ich die zweite Steckdose nun innerhalb 1 Stunde und wenigen Minuten in einen funktionierenden Schalter verwandelt.

Falls der Einsatz später wieder entfernt werden soll oder ihr an die Steckdose heran müsst, kann dieser mit einem kleinen Schrauberdreher an zwei Punkten (oben und unten), herauszogen werden.

blank blank blankWie gefällt sie euch? Falls ihr noch mehr Interesse an solchen Projekten habt, dann schaut gerne mal bei thingiverse vorbei oder schreibt es gerne bei uns in die Kommentare. Wer sich ebenfalls den Anycubic I3 Mega-S 3D Drucker kaufen möchte, kann dies unkompliziert und ohne Zollgebühren bei GearBest tun.

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Über

Tom

Meine ersten smarten Lampen habe ich 2013 gekauft und seit dem gibt es kein Halten mehr. Mittlerweile habe ich mehr als 50 smarte Leuchtmittel im Einsatz.

2 Kommentare

  1. Avatar

    Hey Tom,

    vielen Dank für den tollen Bericht über meinen Steckdoseneinsatz. Bin völlig platt, dass Du darüber berichtest 😉
    Die Idee kam mir spontan und der Einsatz war schnell konstruiert. Schön das er gefällt.

    VG aus Berlin!
    Michael

    • Tom

      Hallo Michael,

      genau solche Leute wie dich brauchen wir in der smarten Lichtsteuerung. Da es sich für viele Hersteller absolut nicht lohnt, diese kleinen Teile auf den Markt zu bringen, müssen Leute wie du ran. Wie du in meinem Beitrag auch herauslesen kannst, bin ich selbst total davon begeistert und dann ist es eine Selbstverständlichkeit, dass ich auch darüber berichte.

      Der Dank gilt eher dir, als mir!

      Gruß Tom

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