Die Hue Bridge Pro wurde gerade mal vor knapp 7 Monaten vorgestellt und nun bahnt sich schon ein Nachfolger an. Auf der deutschen Philips Hue Seite bin ich eher durch Zufall auf die neue Hue Bridge Ultra gestoßen, die nicht nur deutlich leistungsfähiger ist, sondern auch weitere Features mit sich bringt.
Der Unterschied zur Hue Bridge Pro ist enorm: Ausgestattet mit einem AMD Ryzen 9950X3D und 64 GB Arbeitsspeicher werden Szenen, Automationen und normale Schaltvorgänge regelrecht in Echtzeit ausgeführt. Die SSD mit 256 GB Speicher ermöglicht auch das Speichern von komplexen Automationen und erhöht das Limit auf 10.000 steuerbare Geräte.
Dies ist eine Steigerung von ungefähr dem 67-Fachen, was die Hue Bridge Pro bisher steuern konnte. Bei den Szenen scheint es praktisch kein Limit mehr zu geben. Offiziell nennt Philips Hue hierzu zwar keine konkreten Zahlen, in den Unterlagen lassen sich jedoch entsprechende Rückschlüsse ziehen. Demnach sind theoretisch bis zu 400.000 Szenen möglich.
Auch bei der Energieversorgung geht die Bridge Ultra neue Wege. Während große Hersteller zu USB-C wechseln, wird Signify erstmals und ausschließlich auf Apple Lightning und Power over Ethernet (PoE) setzen. Darüber hinaus kommt die Hue Bridge Ultra mit WLAN 8 und einem optionalen 50.000 mAh Akku (199,99 Euro). Damit lässt sich die Bridge kurzfristig auch ohne feste Stromquelle betreiben, beispielsweise bei der Einrichtung, beim Umzug oder Unterwegs als Powerbank.
Neues Feature: LocateAware
Mit LocateAware erweitert Philips Hue die bekannten „Aware“-Funktionen um ein praktisches Alltagsfeature. Die neue Hue Bridge Ultra erkennt automatisch die letzte bekannte Position von Philips Hue Zubehör wie Dimmschaltern oder Smart Buttons und stellt diese positionsgenau in der App dar. In der Praxis bedeutet das: Nutzer können jederzeit nachvollziehen, in welchem Raum sich das Zubehör zuletzt befunden hat.
In dem spätestens zum Start neu eingefügten Bereich in der Hue App gibt es sogar die Möglichkeit, verschiedene Aktionen auszuführen. Ähnlich dem FindMy-Netzwerk kann das Zubehörteil durch aktives Blinken oder ein akustisches Signal schneller gefunden werden. Aktuell hat nur der Smart Button V2 einen entsprechenden Lautsprecher verbaut. Ich gehe davon aus, dass älteres Zubehör spätestens zum Ende des Jahres dann auch durch eine neue Version ersetzt werden.
Glücklicherweise konnte ich die Hue Bridge Ultra bereits bestellen, kurz danach wurde sie wieder von der Seite genommen. Preislich müssen wir uns aber auf eine gewaltige Steigerung einstellen, statt 99,99 Euro bei der Hue Bridge Pro verlangt der Marktführer fortan 249,99 Euro für die neue Bridge Ultra. Es wird aber auch ein Bundle mit einem 10er Pack E27-Leuchtmitteln und zwei OmniGlow Lightstrips für 899,99 Euro geben.

